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    Insider: Glasfaser am richtigen Ort

    Insider: Glasfaser am richtigen Ort
    Insider: Glasfaser am richtigen Ort

    Es gibt Projekte, die sind dann perfekt gelaufen, wenn die Kunden davon gar nichts mitbekommen. Dazu gehören bei LEW TelNet Arbeiten, die sicherstellen, dass das Glasfasernetz immer auf dem neuesten Stand ist und sicher funktioniert. Oder dass die Trassen am richtigen Ort verlaufen – auch wenn sie dafür manchmal umgelegt werden müssen. Christian Haschner sorgt zusammen mit seinen Kollegen dafür, dass solche Trassenumlegungen reibungslos ablaufen können. So wie beim jüngsten Projekt an der Wertachbrücke in Augsburg.

     

    Am Anfang stand ein Anruf der Stadt Augsburg: An der Ecke Langenmantelstraße/ Schwimmschulstraße, wo derzeit ein neuer Hotelkomplex entsteht, wird auch der bisherige Gehweg in das Bauvorhaben mit einbezogen. Das Problem: Unter dem Gehweg verläuft eine Glasfasertrasse von LEW TelNet. Ein 40 Meter langer Abschnitt dieser Trasse befindet sich nun im Baufeld. Würde die Trasse so liegen bleiben, würde das Kabel bei den Bauarbeiten stören oder gar beschädigt werden. Und: Es wäre auch nicht mehr zugänglich, wenn aufgrund einer Modernisierung oder auch einer Störung dort Arbeiten erforderlich wären.

     

    Wichtige Verbindungstrasse

    An sich ist eine solche Trassenumlegung für Christian Haschner Routine: Zusammen mit seinen Kollegen plant und begleitet er zwischen 20 und 30 Umlegungen pro Jahr. Diese werden notwendig, wenn zum Beispiel eine Straße verbreitert wird und die Trasse an den (neuen) Straßenrand weichen muss. Oder wenn – so wie hier – ein bisher öffentliches Grundstück verkauft und der Bereich, in dem das Kabel verläuft, bebaut wird. Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt: Es handelt sich hier um eine der Haupttrassen im Netz der LEW TelNet.

     

    Abwechslungsreiche Tätigkeit

    Der 26-Jährige befasst sich im Bereich Kabelnetze mit dem Neubau, der Instandhaltung und der Betriebsführung der Fernmeldekabel der LEW TelNet. Dazu gehören neben der Umlegung von Trassen beispielsweise auch der Ausbau des Betriebsnetzes und die Fehlersuche bei Störungen. „Bei uns ist kein Arbeitstag wie der andere“, sagt Christian Haschner. „Wir arbeiten sehr flexibel. Wenn morgens ein Anruf von der Baufirma kommt, dass beim Tiefbau etwas anders läuft als bei der Planung vorgesehen, fahre ich raus und finde dort gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung.“ Die Abwechslung und die Mischung aus der Arbeit draußen vor Ort und der Tätigkeit im Büro schätzt Haschner besonders an seinem Beruf. Nach seiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik im Kernkraftwerk Gundremmingen absolvierte er zusätzlich eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker. Die Inhalte aus diesem Fernstudium – insbesondere im Bereich Projektmanagement – kommen ihm nun bei seiner Tätigkeit für LEW TelNet zugute. Denn er erstellt unter anderem den Projektplan, wenn eine Glasfasertrasse umgelegt werden muss.

     

    Am Anfang steht das Treffen vor Ort

    So wie hier in der Langenmantelstraße. Ausgangspunkt ist ein Treffen vor Ort, um sich ein Bild vom Umfeld zu machen und das Ausmaß der Umlegung festzulegen: Um welche Art Kabel handelt es sich? Welcher Bereich der Trasse ist betroffen? Wohin soll sie verlegt werden? Gemeinsam mit dem Tiefbauamt, dem Bauträger, dem Ingenieurbüro und mit Versorgungsunternehmen, deren Leitung ebenfalls in der Trasse verläuft, stimmt Haschner den neuen Verlauf ab: Künftig soll das Glasfaserkabel im Bereich der Fahrbahn liegen.

     

    Der Tiefbau kann beginnen. Die neue Trasse wird in offener Bauweise verlegt, das bedeutet: Die Straße wird aufgegraben. Drei bis vier Wochen dauert die Herstellung der Rohrtrasse. Danach folgt die Montage einschließlich der zugehörigen Planungsarbeiten. „Der Zeitaufwand dafür ist bei jeder Trassenumlegung unterschiedlich“, sagt Christian Haschner. Bei dem vorliegenden Projekt sind es etwa sechs Wochen. Das liegt an der Bedeutung dieser Trasse, aber auch an Lage der Baustelle: eine verkehrsreiche Kreuzung mit wenig Platz.

     

    Enges Zeitfenster

    In den verlegten Kabelschacht wird das neue Kabel per Druckluft eingeblasen. Der nächste Schritt bedeutet Filigranarbeit: Um das neu verlegte Kabel an die bestehenden Abschnitte anzuschließen, muss jede Faser einzeln ins Spleißgerät eingelegt werden, das die Fasern miteinander verschweißt. Bei dieser wichtigen und großen Trasse beinhalten die Kabel auch entsprechend viele Fasern: Eines besteht aus 96, das andere aus 144 Fasern. Dazu kommt, dass das Zeitfenster für diese Arbeit eng ist. „Wir haben die Vorgabe, dass wir die Verbindung nur zwischen 0:00 Uhr und 6:00 Uhr abschalten dürfen. Aber sechs Stunden sind zu knapp für das Zusammenspleißen von 144 Fasern.“ Die Lösung: Zwei Teams arbeiten parallel  - jeweils am Anfang und am Ende des Kabels. Und so klappt alles trotz des engen Zeitrahmens reibungslos.

     

    Planung ist das A und O

    Auch und vor allem dank der guten Planung. „Gerade bei einer Nachtabschaltung ist eine gewissenhafte Vorbereitung das A und O“, weiß Christian Haschner. Denn wenn die Trasse wieder in Betrieb geht, muss alles hundertprozentig laufen. Ansonsten wäre der Datenverkehr auf dieser wichtigen Verbindung unterbrochen. Aber trotz aller Planung: Spannend bleibt es immer, wenn eine umgelegte Trasse ihre Arbeit aufnimmt.

     

    In diesem Fall läuft alles glatt. Pünktlich zum geplanten Zeitpunkt fließen die Daten über den neuen Trassenabschnitt in der Langenmantelstraße. Christian Haschner ist zufrieden: „Die Abstimmung zwischen allen Beteiligten lief schnell und unkompliziert, die Zusammenarbeit funktionierte sehr gut. So konnten wir für dieses herausfordernde Projekt die bestmögliche Lösung für alle finden und umsetzen.“

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